✨ Türchen Nr. 20: Ich muss gar nichts – außer Glühwein trinken vielleicht
Shownotes
Endspurt Richtung Weihnachten – und der Kalender ist voll, der Kopf überfüllt, das „Ich muss noch…“ endlos lang. In Türchen Nummer 20 nehmen euch Isabell und Adrian mit in ein Thema, das so viele betrifft – vor allem Selbstständige: den Erwartungsdruck.
Sie sprechen über die feine, aber wirkungsvolle Verschiebung von „Ich muss“ zu „Ich darf“ – eine kleine sprachliche Veränderung mit großer innerer Wirkung. Warum Erwartungen – oft selbstgemacht – ein Turbo fürs Hamsterrad sind, was das mit unserem Selbstwert zu tun hat und wie auch Tiere wie Adrian’s Hund Anton dabei helfen können, loszulassen, erfährst du heute.
Außerdem: Wie du erkennen kannst, wo du dir selbst zu viel abverlangst und wie du mit einem kleinen, einfachen Ritual deine inneren „Müssen“-Lasten sichtbar machst – und auch loslassen kannst. Vielleicht magst du eine Erwartung, einen inneren Anspruch oder ein Muss auf einen Zettel schreiben und es in dein Adventsglas legen?
Und keine Sorge – Isabell muss heute nicht auf eine Weihnachtsfeier. Sie darf. Und freut sich riesig drauf. Vielleicht ist das genau die Haltung, die du heute auch für dich mitnimmst.
👉🏼 Unsere Einladung: Überlege dir, was du heute loslassen darfst. Und wenn du willst, teile deine Erkenntnisse mit uns auf Instagram @selbst.ich.staendig – ganz ohne Erwartungsdruck.
🎧 Jetzt reinhören, loslassen, durchatmen!
✨ Deine Isabell & Dein Adrian
Transkript anzeigen
00:00:00: Türchen Nummer zwanzig ist geöffnet.
00:00:03: Hey, Endspurt Richtung Weihnachten.
00:00:05: Und was muss ich da noch alles machen?
00:00:07: Unglaublich.
00:00:07: Ich muss noch einkaufen.
00:00:08: Ich muss noch Geschenke verpacken.
00:00:10: Ich muss noch mich mit jemandem treffen auf ein Klühwein.
00:00:12: Und ich muss noch dorthin und jenes und das.
00:00:16: Und alles soll natürlich perfekt sein.
00:00:17: Genau.
00:00:18: Und ich glaube, um das soll es heute gehen, denn es geht darum, weniger zu müssen, sondern mehr zu dürfen.
00:00:24: Und ich finde allein schon die Bedeutung, wie ich einen Satz formuliere, was ich denn noch zu tun habe, ist schon mal ganz anders, wenn wir das Wörtchen müssen in einfach, ich mache das oder ich darf das machen, tauschen.
00:00:36: Also anstatt zu sagen, ich muss noch Rechnungen schreiben oder ich muss noch das machen.
00:00:40: Hey, ihr dürft Rechnungen schreiben.
00:00:42: Wie schön ist das?
00:00:44: Definitiv und Erwartungen sind ja auch wirklich so der Zündstoff für unser Hamsterrad, weil ihr hört die Erwartungen, dass wir schnell nachrennen, weil wir denken, wir müssen, wie du gerade so schön sagst, obwohl wir oft halt eben nicht müssen.
00:00:57: Aber das hat auch natürlich sehr viel mit dem Selbstwert zu tun.
00:00:59: Absolut.
00:01:00: Nur wenn ich was perfekt mache oder wenn ich keine Ahnung, die perfekte Selbstständige, der perfekte Unternehmer, die perfekte Mama, die perfekte Hundemama, was auch immer bin, nur dann bin ich gut.
00:01:10: Gut genug und dann werde ich geliebt.
00:01:12: und deswegen sind die Erwartungen meistens so unfassbar hoch und oft ja tatsächlich auch viel viel höher, die wir an uns selbst stellen, wie die, die andere an uns haben.
00:01:21: Genau, ich glaube, das darf man euch heute mal ans Herz legen, weniger zu müssen, sondern mehr zu dürfen.
00:01:26: Vielleicht habt ihr ja eine Erwartung, irgendwie, die ihr an euch selber habt oder die ihr in euch tragt, was ihr denn zu müssen habt oder zu tun habt.
00:01:35: Und ihr dürft euch heute mal bewusst dafür entscheiden, ich lasse diese Erwartung los.
00:01:39: Oder ich formuliere sie eben um, indem ich sie ins Positive ziehe.
00:01:42: Weil müssen, er hat immer, finde ich, für mich zumindest so ein Druckcharakter, so was Negatives.
00:01:47: Ich muss das noch machen.
00:01:49: Also, anstatt man zu sagen, ich darf heute noch mit der Isabel zum Beispiel ein Glühwein trinken gehen.
00:01:54: Ist doch was Schönes.
00:01:55: Ich muss das... Das ist nicht.
00:01:57: Keiner zwingt mich dazu, aber ich habe mich bewusst dafür entschieden und darf das heute tun.
00:02:00: Definitiv.
00:02:01: Was natürlich auch sehr sinnvoll und heilsam sein kann für Beziehungen mit anderen.
00:02:07: Auch da die Erwartungen mal loszulassen.
00:02:09: Warum muss denn jemand anderes immer so handeln, wie ich das möchte?
00:02:14: Das sind halt meine Erwartungen, aber der andere Mensch ist ein anderer Mensch oder auch tatsächlich, ich sehe das auch im Hundetraining.
00:02:20: Der Hund muss doch jetzt aber funktionieren.
00:02:22: Nein, der Hund ist ein Lebewesen und wenn er das halt nicht möchte, dann... möchte er das nicht.
00:02:27: Anton hat mir das super gut gelehrt.
00:02:29: Wenn er an einem Tag aber das nicht möchte, dann möchte er das nicht und dann ist das auch für mich in Ordnung.
00:02:34: Am nächsten Tag geht es vielleicht.
00:02:35: funktioniert nicht.
00:02:36: bei allem ist wie bei Kindern den kann auch nicht alles sozusagen durchgehen lassen und nie Hausaufgaben funktioniert nicht einfach auch da so die Erwartung mal so ein bisschen runter zu schrauben und zu sagen hey ich besinne mich ich fokussiere mich auf das schöne Miteinander auf ein besinnliches und ruhiges Miteinander entweder mit anderen oder mit mir indem ich die Erwartungen loslassen.
00:02:56: Absolut ich habe ja vor zwei Tagen glaube ich war mein neuen Weg gespoilert und auch da hatte ich immer diese Erwartungshaltung auch vom Außenteilweise projiziert.
00:03:05: ich muss das jetzt durchziehen, also mein bisheriges Business eben, weil zum Beispiel mein Papa gesagt, das hast du ja mal studiert.
00:03:12: Ja klar, habe ich studiert.
00:03:13: Was nicht heißt, dass ich es bis an mein Lebensende machen muss.
00:03:16: Ja und auch das war eine innere Last, die ich damit getragen habe, die ich durch diese Entscheidung jetzt loslassen konnte, indem ich eben gesagt habe, nee ich muss das nicht, sondern ich kann meinen Weg, mein Leben so gestalten, wie ich mir das vorstellen, wie es mich glücklich macht und um das geht es ja auch letztendlich.
00:03:31: Also ich glaube nichts Schlimmeres, wie dass ich auch schon gar nicht selbstständig die Person am Montag aufstehen und denken, Gott, ich habe gar keine Lust auf die Woche.
00:03:38: Also bitte lass es sein, wenn das bei euch der Fall sein sollte, ob ihr selbstständig seid oder angestellt.
00:03:43: Aber das wird auf Dauer nicht gesund sein.
00:03:45: Und auch das sind die Erwartungen vom Außen und was auch immer.
00:03:48: Und da gehen wir euch gerne mit.
00:03:50: Ich weiß, sind wir uns schon bewusst, dass es beim ein oder anderen oder bei der ein oder anderen nicht so einfach ist.
00:03:54: Das ist auch eine Entscheidung manchmal.
00:03:56: Aber vielleicht ist es einfach auch eure heutige Aufgabe, euch mal damit zu beschäftigen.
00:04:01: Zum Beispiel, welche innere Last tragt ihr denn mit euch mit?
00:04:04: Welches Muss, sozusagen, tragt ihr mit, was vielleicht gar nicht sein muss, also was ihr ablegen können?
00:04:09: Und das dürfte tatsächlich sogar auch auf euer, ja auf euer, jetzt bin ich bei einem Glas hier, toll!
00:04:13: Auf euer Glas schreiben von mir aus, aber gerne auch auf den Zettel und ins Glas packen.
00:04:17: Ich
00:04:17: hoffe unsere Hörerinnen haben große Gläser
00:04:19: genommen.
00:04:20: Wir haben hinterher ein Workshop für Gläser bemahlen oder so, pass auf.
00:04:24: Der Workshop von selbst ich ständig, wie bemahle ich mein Glas?
00:04:27: Nein, ihr dürft natürlich einfach mal eure innere Last, die ihr vielleicht mittragt, des Müssens heute auf den Zettel notieren und damit auch ablegen im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich in eurem Glas und dann einfach mal diesen Gedanken von ich muss oder dass es die Erwartung an mich loslassen.
00:04:41: Ja, und wenn ihr euch gerade nichts einfällt, weil ihr denkt, ne, ich habe keine übertriebenen Erwartungen an mich oder mein Umfeld, dann hört mal, was euer Umfeld euch spiegelt.
00:04:50: Genau.
00:04:50: Weil bei mir, also höre ich oft tatsächlich, dass ich perfekt sind.
00:04:54: was ich mir selber nicht so schreiben würde.
00:04:56: Aber da muss was dran sein, wenn mein nahes Umfeld das sagt.
00:05:00: Und ich finde, also so Perfektionismus, als würde ich jetzt bei mir drauf schreiben und mal eine Situation aussuchen, in der ich im Alltag perfektionistisch bin und die dann einfach mal jetzt bis mindestens Ende des Jahres loslassen und schauen, wie viel Besseres mehr rennt geht.
00:05:14: Absolut, weil man oftmals merkt man sehr erst den Prozess, wenn man es mal eine Zeit lang ausprobiert hat und merkt dann, wow, ganz schön gut so.
00:05:20: Ja, und heute Abend, Adrian.
00:05:22: muss ich nicht auf eine Weihnachtsfeier, sondern ich darf und ich freue mich riesig.
00:05:26: Ganz genau, da wünsche ich dir ganz viel Spaß und euch allen natürlich auch ganz tolle Erkenntnisse, während ihr ja auch mal das loslasst, was euch vielleicht hindert oder noch zurückhält und das einfach mal in euer Glas zu tun, mal zu schauen, was macht es mit euch, wie wirkt es vielleicht auch nach und was verändert sich.
00:05:41: Genau, viel Spaß beim loslassen, ausschreiben und falls ihr auch unterwegs seid beim Glühwein trinken.
00:05:45: Genau, und keine Sorge, wir haben gar keine Erwartungen an euch, wir haben nur die Erwartung, dass ihr morgen wieder einschaltet.
00:05:50: In diesem Szenen bis... Das war Egon, tschüss!
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