✨ Türchen Nr. 15: Was, wenn alles nur ein Gedanke ist?
Shownotes
Willkommen zu Türchen 15 im Audio-Adventskalender von SELBST.ICH.STÄNDIG!
Kennst Du das? Du denkst Dich in etwas rein, dramatisierst, malst Dir Worst-Case-Szenarien aus – und am Ende passiert… nichts. Willkommen im ganz normalen Wahnsinn unseres Gedankenkarussells!
Genau darum geht’s heute: Adrian erzählt offen von seinem Hang zur Katastrophisierung und wie schnell sich Gedanken verselbstständigen können – bis man kaum noch unterscheiden kann, was real ist und was nur Kopfkino.
Gemeinsam mit Isabell sprechen die beiden darüber, wie wir unsere Gedanken bewusst beobachten, sie enttarnen und stoppen können. Du erfährst unter anderem: warum Gedanken ohne Emotionen harmlos sind, wie Dir der Satz „Welcher Gedanke kommt als nächstes?“ helfen kann, auszusteigen,
und warum es so kraftvoll sein kann, belastende Gedanken einfach mal aufzuschreiben – oder sie ganz bewusst zu verbrennen.
Ein ehrliches Gespräch über Gedankenspiralen, innere Dramen und alltagstaugliche Lifehacks für mehr innere Ruhe und Klarheit.
✨ Unsere heutige Mini-Aufgabe: Beobachte heute achtsam Deine Gedanken. Welcher Gedanke war besonders präsent? Welcher darf heute losgelassen werden?
Und wenn Du tiefer eintauchen willst: Schau gerne mal in unsere Trance-Reisen, z. B. die Winterreise, die wie ein kleiner Urlaub für Körper, Geist & Seele ist – gerade in dieser Zeit ein Geschenk an Dich selbst.
🎧 Jetzt reinhören, loslassen & wieder durchatmen!
Deine Isabell & Dein Adrian
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja hallo ihr lieben hier wieder im audioadventskalender das fünfzehnte türchen hat sich heute geöffnet und ja ich weiß nicht wie es euch geht ich bin da ganz ganz schlimm drin bei dem thema.
00:00:10: und zwar habe ich schon oft gemerkt dass ich mich durch meine gedanken manchmal so verhättere und verwirre und dann plötzlich feststelle hey halt mal stopp das passiert hier gerade alles nur in meinem kopf und die realität ist komplett anders.
00:00:22: also bin zum beispiel jemand ich katastrophisiert dann auch wirklich und denkt mir oh god.
00:00:26: und dann ist der sicherlich ganz sauer und dann ruft er mich an und dann der mich an und dann mag er mich nicht mehr und dann kündigt er mir die Zusammenarbeit und dann telefoniere ich tatsächlich irgendwann, bevor ich es aber erstmal zwei Stunden vor mir her geschoben habe, weil meine Gedanken haben ja gesagt, es wird ganz schlimm, dann telefoniere ich mit der Person und die ist dann total entspannt.
00:00:44: Ja.
00:00:44: Und dann denke ich, hey Adria, du hast dich jetzt ernsthaft den halben Tag bekloppt gemacht und ich glaube, das ist ein ganz schönes Thema für heute, denn es geht mal darum, zu beobachten, was denken wir alle eigentlich den ganzen Tag und was macht dieser Quatschie im Kopf mit uns und unserer Realität?
00:01:00: definitiv.
00:01:00: Ich gehöre glücklicherweise nicht zu den, die sich wirklich so wahnsinnig krass im Kopf beschäftigen mit Themen, die eben noch nicht passiert sind.
00:01:08: Aber ab und an habe ich das natürlich auch.
00:01:11: Bei mir hilft es dann immer, als erst mal das wahrzunehmen, weil die Gedanken sind halt einfach da.
00:01:17: Und ich meine, unser Kopf ist einfach von früher auch noch so gestrickt.
00:01:19: Das war sehr gut früher zu denken, oh, der Silbensantiger kommt jetzt wie, oh, das Blümchen ist schön, weil sonst war der Kopf weg.
00:01:26: Und
00:01:27: das Blümchen
00:01:27: auch.
00:01:27: Und das Blümchen auch.
00:01:29: Oder Stand, je nachdem.
00:01:30: Und deswegen ist es an sich ja auch ... Einfach psychologisch und evolutionär bedingt.
00:01:36: Genau richtig, dass wir uns da Gedanken machen.
00:01:39: Aber wenn wir eben zu viele machen, dann stoppen wir uns selber.
00:01:42: Deswegen, also Gedanken wahrnehmen, finde ich gut.
00:01:44: Aber dann halt auch zu sagen, hey, sind die Gedanken denn wahr?
00:01:48: Und wie ist du gerade so schön gesagt hast, Adrienne?
00:01:50: Die Gedanken sind meistens eben nicht wahr.
00:01:53: Der Kunde springt nicht über das Telefon zu dir rein und beißt dir den Kopf ab, sondern es gibt ja meistens eine Lösung.
00:02:00: Und wenn es keine gibt, dann geht die erhält aber trotzdem auch nicht.
00:02:02: Genau.
00:02:03: Und was ich auch erkannt habe ist, die Gedanken an sich sind ja das eine.
00:02:06: Die Gedanken sind aber, sage ich mal, harmlos, wenn die Emotionen nicht dazu kommen.
00:02:12: Auch, natürlich.
00:02:13: Also es
00:02:13: ist ja immer so die Frage, welche Emotionen verknüpfe ich mit den Gedanken.
00:02:16: Und wenn ich natürlich damit was Schlimmes verbinde oder Panik verbinde oder Angst, dann kriegt dieser Gedanke ja gleich mal eine ganz andere Bewertung.
00:02:24: Und ich glaube, das ist auch so.
00:02:25: die Herausforderung, Gedanken auch einfach mal nicht zu bewerten, sondern nur zu sehen, okay, das denke ich jetzt gerade.
00:02:32: Aber einfach, weil neutral stehen zu lassen, ohne zu sagen, das macht Angst oder das passiert gerade in meinem Kopf.
00:02:38: Und einfach mal zu gucken, ich nehme das wahr, ja okay, der Gedanke ist da und gleichzeitig versuche ich, dass ich ihn einfach wieder gehen lasse.
00:02:45: Genau.
00:02:45: Und wenn das nicht funktioniert, dann finde ich es auch immer ganz schön, die Gedanken mal raus aus dem Kopf zu holen, rein in die Welt.
00:02:51: Das heißt, entweder ich schreibe dann die Gedanken auf, also gerade wenn es ein Gedanke ist, der immer wiederkehrt, wirklich, in der mich nicht in Ruhe lässt, dann schreibe ich den mal auf, dann ist er in der physischen Welt und plötzlich ist mein Kopf wieder leer, weil er nicht denkt, ich muss mich jetzt darum kümmern, ich hab sie irgendwo stehen.
00:03:05: Oder aber, wenn es wirklich was ist, wo mich wirklich arg beschäftigt, dann gehe ich zu jemandem, dem ich vertraue und sprich mit dem über diesen Gedanken.
00:03:13: Und weißt du, was mir da hilft, komischerweise, also man strophiert ja oft, aber den Gedanken mal wirklich zu... zu Ende spielen.
00:03:22: Aber auch im Worst Case zu Ende spielen.
00:03:24: Best Case und Worst Case.
00:03:26: Und oft merkt man dann, der Worst Case wäre jetzt nicht so toll, aber so schlimm eigentlich auch nicht, wie mein Kopf sagt, dass es ist.
00:03:32: Und das macht man aber am allerbesten mit jemandem, der gegenüber sitzt, weil sonst kann auch natürlich passieren, dass es dann noch schlimmer wird.
00:03:39: Ja, ganz genau.
00:03:40: Ich finde es immer so süß.
00:03:41: Ich habe meine beste Freundin, die sagt immer, wenn die merkt, das ist ganz genau, dass ich mich wieder eine Rage denke.
00:03:48: Andere reden sich in Rage, ich denke mich in Rage.
00:03:50: und dann sagt sie immer, hey, sag mal, also jetzt mal ganz ehrlich, ja, und dann ist halt so, sagt sie immer so auf gut Badisch.
00:03:56: Was ist denn das Problem?
00:03:57: Also wie du auch sagst, was passiert denn wirklich schlimmste falls?
00:04:01: Und dann sagt sie manchmal, ja mein Gott, dann findet er dich halt doof.
00:04:03: Und dann denke ich oft, stimmt.
00:04:05: Stimmt,
00:04:05: ich kann trotzdem überleben.
00:04:06: Genau,
00:04:07: also
00:04:07: was jetzt, wenn
00:04:08: der nicht doof und nix, also mein Leben geht weiter, dann findet der mich halt doof.
00:04:13: Also das finde ich immer ganz süß, wie du auch sagst, dass man mit jemandem zu besprechen und die Person sagt einem dann oft, hey, also jetzt komm mal auf den Teppich.
00:04:19: Ja, das ist alles gar nicht so schlimm in dem Moment.
00:04:22: Und was ich gelernt habe, ein kleiner Lifehack, das habe ich auch schon beobachtet, wenn es durch Gedanken kommen, wo ich mich mal wieder in Rage denke, dann merke ich oft, dass mir das hilft, wenn ich mich selber stoppe mit diesem Gedankenmusell, in dem ich mich frage, und welcher Gedanke kommt als Nächstes?
00:04:37: Ah, spannend.
00:04:39: Ja.
00:04:40: Weil
00:04:40: dann merkt man hier plötzlich, halt mal, stopp, so, und konzentriert sich eigentlich mehr oder weniger lustigerweise welcher Gedanke kommt als Nächstes.
00:04:48: Und dann merke ich oft, ist gar keiner mehr da.
00:04:50: Und vor allem das Tolle ist ja an deinem Lifehack, dass man da einen Switch macht.
00:04:54: Man ist plötzlich nicht mehr die Gedanken, sondern man ist der, der sie denkt und der kann sie auch verändern.
00:04:58: Genau.
00:04:59: Und das finde ich echt cool.
00:05:00: Also wenn ihr merkt, ihr seid da in so einem Hamsterrade-Gedanken gefangen und da kommt immer mehr Wirrwarr, dann holt euch mal selber raus auf Stopp, in dem ihr vielleicht einfach mal sagt, okay, in welche Gedanke kommt als Nächstes.
00:05:10: Ja,
00:05:11: das ist ein sehr guter Lifehack und oft finde ich ist es ja auch, also sind es Gedanken, die dann immer wiederkehren über den Tag, dann keine Ahnung, man kocht, man läuft, man putzt irgendwas oder man fährt Auto und ist dann plötzlich irgendwo und denkt, ah wie bin ich eigentlich gerade hergekommen?
00:05:27: und die ganze Zeit war mal im Kopf eben in diesem Gedanken.
00:05:31: und deswegen unsere kleine Mini-Aufgabe für euch heute.
00:05:35: Schaut mal, welcher Gedanke denn heute besonders präsent war.
00:05:39: Und welcher Gedanke darf jetzt losklassen werden?
00:05:42: Was natürlich so als Ritual auch immer, finde ich, ganz schön ist, dass man es aufschreibt und den Zettel dann verbrennt.
00:05:48: abgeben an eine höhere Kraft, egal an wen oder was man glaubt.
00:05:53: Und dann ist es einfach auch wirklich befreiend, den Gedanken dann loszulassen.
00:05:57: Absolut.
00:05:57: Und wer da nochmal mehr loslassen will, vielleicht habt ihr es schon mitbekommen.
00:06:01: Wir haben oder ich habe das damals auf jeden Fall vor ein paar einigen Wochen auch immer mal wieder schöne Meditations-Tronsreisen im Prinzip gemacht, wo ihr genau sowas machen könnt.
00:06:12: Also eure Gedanken einfach mal schon wahrnehmen und gleichzeitig ziehen lassen und dann einfach mal wieder loszulassen.
00:06:18: von irgendwelchen Themen, die euch beschäftigen, die eben immer wieder präsent sind in euren Gedanken.
00:06:22: Also wenn ihr Lust habt, switcht doch damals zu einer der Meditationsreisen, die ich da aufgesprochen habe.
00:06:28: Mal schauen, vielleicht bring ich jetzt wieder die Weihnachtszeit ja auch wieder welche als Geschenk mit.
00:06:32: Sehr zu empfehlen, auf jeden Fall deine Meditationsreisen.
00:06:35: Und jetzt gerade in der Vorweihnachtszeit.
00:06:37: Sehr wohlt Hund.
00:06:37: Das ist wie so ein kleiner Urlaub für Körper, Geist und Seele.
00:06:41: Also macht es auf jeden Fall und beschenkt euch mit so einem kleinen Mini-Urlaub.
00:06:44: Ja, es gibt ja auch eine schöne Winterfolge tatsächlich.
00:06:46: Es war die erste Meditationsreise.
00:06:48: Wenn ihr quasi in eine schöne Landschaft mit Schnee abtauchen wollt, dann dürft ihr da reinhören.
00:06:53: Ganz viel Spaß dabei und wir freuen uns sehr, wenn ihr morgen wieder einschaltet.
00:06:57: So sieht's aus.
00:06:57: Bis dahin.
00:06:58: Macht's gut.
00:06:58: Und ja, ich würde mal sagen, viel Spaß beim Denken.
00:07:01: Tschüss.
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